Personal der Apotheke des psychiatrischen Krankenhauses de la Croix, Beirut, Libanon, 2024. © PSF Schweiz

Unser aktuelles Projekt (2025–2026)

 

Das Unterstützungsprojekt im Libanon stellt für PSF Schweiz einen besonderen Einsatz dar, da die Organisation normalerweise im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist und nur selten Nothilfeeinsätze durchführt. Angesichts der dramatischen Situation im Libanon entschied sich PSF Schweiz jedoch, gemeinsam mit einem lokalen Partner eine Nothilfemission durchzuführen, die im Februar 2022 begann, um ein Projekt in den ärmsten Stadtvierteln von Beirut umzusetzen. Infolge der Währungsabwertung, der Pandemie und der Explosion, die Beirut verwüstete, befindet sich der Libanon heute nicht nur in einer wirtschaftlichen Krise, sondern auch in einer schweren humanitären Notlage. Die Armut hat sich auf alle sozialen Schichten ausgeweitet, weshalb PSF Schweiz gebeten wurde, dringend vor Ort tätig zu werden.

Die Evaluationsmissionen bestätigten die Notwendigkeit, den 2022 begonnenen Nothilfeeinsatz fortzusetzen sowie die Unterstützung der zwei zusätzlichen Partner weiterzuführen, die im Mai 2023 in das Projekt aufgenommen wurden. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit den lokalen Einrichtungen weiter ausgebaut werden, um eine ausreichende und qualitativ hochwertige Unterstützung gemäss den Kriterien von PSF Schweiz sicherzustellen. Obwohl der Einsatz einer freiwilligen Fachperson aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, wurde die Arbeit fortgeführt. Regelmässige Videokonferenzen mit unseren lokalen Partnern ermöglichten es, die Entwicklung der Situation zu verfolgen und die Massnahmen des Projekts 2025–2026 von PSF Schweiz entsprechend anzupassen.

Für dieses Projekt wurden folgende Ziele definiert:

  • Zugang zu qualitativ hochwertigen Medikamenten für bedürftige Menschen
  • Rationaler Einsatz von Medikamenten in einem Land, in dem sich die Qualität der Gesundheitsversorgung massiv verschlechtert hat