Beyrouth, Liban. © Jo Kassis, Pexels
Libanon
Zwischen der Abwertung seiner Währung, der COVID-19-Pandemie und der Explosion, die Beirut am 4. August 2020 verwüstete, ist der Libanon in eine beispiellose politische, wirtschaftliche, soziale, finanzielle und gesundheitliche Krise geraten. Der Anteil der Bevölkerung, der in vielfältiger Armut lebt, ist von 42 % im Jahr 2019 auf 82 % im Jahr 2021 gestiegen. Das weitgehend privatisierte Gesundheitssystem wurde besonders stark getroffen, wodurch vielen bedürftigen Menschen der Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung verwehrt bleibt. Angesichts dieses gesundheitlichen Notstands wurde PSF Schweiz zunächst von einem lokalen Partner angefragt, um rund 100 Familien aus den Stadtvierteln Bauchrieh, Bourj Hammoud und Dora im Nordosten von Beirut den Zugang zu medizinischen Behandlungen zu ermöglichen. Nach einer erneuten Projektevaluation vor Ort im Januar 2023 wurden zwei zusätzliche Partner identifiziert und in das ursprüngliche Projekt integriert, das 2023 und 2024 fortgeführt wurde. Im Herbst 2024 sah sich der Libanon mit einer neuen Welle der Gewalt konfrontiert, die das Land noch tiefer in eine humanitäre Notlage stürzte.