Gesundheitsversorgung im CSSV, Südsudan, 2023, © PSF Schweiz.
Jahresprojekt 2025, im Jahr 2026 fortgeführt
Der gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Kontext im Südsudan macht die Situation besonders schwierig. Angesichts eines nahezu nicht existierenden Gesundheitssystems sind die gesundheitlichen Bedürfnisse enorm. Die Muttersterblichkeit ist besonders hoch. Aufgrund der besonderen Gegebenheiten vor Ort, wenn nicht gar ihrer Gefährlichkeit, hat sich PSF Schweiz entschieden, keine Apothekerin und keinen Apotheker für einen langfristigen Einsatz vor Ort zu entsenden. Stattdessen setzt die Organisation auf eine Zusammenarbeit mit dem lokalen Koordinator des CSSV, kombiniert mit einer Betreuung aus der Ferne sowie zwei kurzen Evaluierungsmissionen pro Jahr, von denen eine speziell auf die Ausbildung ausgerichtet ist.
Unterstützung des Gesundheitszentrums und Medikamenteneinkauf
PSF Schweiz unterstützt die Apotheke des CSSV durch den Einkauf qualitativ hochwertiger Medikamente sowie durch die Förderung ihres rationalen Einsatzes. Die Unterstützung von PSF Schweiz umfasst ebenfalls den Kauf medizinischer Ausrüstung für die Geburtsabteilung des Zentrums sowie die Förderung der Ausbildung der Hebamme, mit dem Ziel, sichere Geburten für Mutter und Kind zu gewährleisten.
Stärkung der Kompetenzen des lokalen Personals
Da es derzeit nicht möglich ist, eine Apothekerin oder einen Apotheker vor Ort zu entsenden, wurden in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Zentrum für Notfall- und Katastrophenpharmazie der Universität Genf E-Learning-Module entwickelt und an das Gesundheitspersonal des Zentrums weitergegeben. Darüber hinaus steht ein Fernunterricht über Pharm-Ed zur Verfügung, eine Partnerplattform für Online-Ausbildung, die vom Pharmaziedienst der Universitätsspitäler Genf entwickelt wurde. Seit 2024 werden im Rahmen kurzer Evaluierungsmissionen zudem praktische Workshops durchgeführt, die an die vermittelten theoretischen Module anknüpfen.
Seit 2019 hat PSF Schweiz ermutigende Ergebnisse erzielt, die ihre Interventionsstrategie bestätigen. Dieses Projekt verdeutlicht somit die Notwendigkeit, finanzielle Unterstützung für den Einkauf qualitativ hochwertiger Medikamente, technische Unterstützung, Ausbildung sowie die Professionalisierung des lokalen Gesundheitspersonals miteinander zu verbinden.
Gesundheitzentrum Saint Vincent, Nyarjwa, Südsudan, 2024, © PSF Schweiz.
