Transport von Medikamenten, unpassierbaren Strassen. Tansania, 2018. © PSF Schweiz

Abfederung der direkten Folgen der Krise – Ein einjähriges Übergangsprojekt (2021)

Die Unterstützung von PSF Schweiz für das Krankenhaus von Lugala und seine Gesundheitseinrichtungen hat positive Ergebnisse erzielt, insbesondere im Bereich des Kompetenztransfers, des Zugangs zu Medikamenten sowie der Professionalisierung der Lagerverwaltung. Das Auftreten der Pandemie hat jedoch die Umsetzung des Projekts stark beeinträchtigt und PSF Schweiz dazu gezwungen, ihre freiwillige Apothekerin zurückzuholen und ihre Interventionsstrategie neu zu überdenken.

Um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen, entwickelte PSF Schweiz ein einjähriges Übergangsprojekt, das die Auswirkungen von COVID-19 berücksichtigt. Ziel war es, die direkte Unterstützung des Krankenhauses von Lugala und seiner Gesundheitseinrichtungen fortzusetzen und gleichzeitig eine kritische Bestandsaufnahme durchzuführen. Dabei sollten sowohl die erreichten Fortschritte als auch bestehende Schwierigkeiten analysiert werden, um die Massnahmen im Rahmen eines zukünftigen Dreijahresprojekts gezielter weiterzuentwickeln.

Das Projekt gliedert sich in zwei Hauptbereiche:

Unterstützung des Krankenhauses von Lugala und seiner Gesundheitseinrichtungen

Dadurch stellt PSF Schweiz sicher, dass die Patientinnen und Patienten Zugang zu medizinischer Versorgung haben und dank der Konsolidierung eines lokalen Lieferantennetzwerks qualitativ hochwertige Medikamente erhalten.

Stärkung der Kompetenzen des Gesundheitspersonals und Begleitung in der täglichen Praxis

Die Professionalisierung des Gesundheitspersonals stützt sich auf zwei Bereiche: einerseits auf die Ausbildung in pharmazeutischen und logistischen Fragen, andererseits auf die Stärkung lokaler Kapazitäten im Bereich der administrativen Verwaltung und der Lagerverwaltung der Apotheken.

Die Präsenz einer Apothekerin von PSF Schweiz vor Ort ist in diesem Prozess des Kompetenztransfers und des Austauschs bewährter Praktiken von entscheidender Bedeutung. Mit dem Auftreten von COVID-19 stand zudem die Entwicklung eines E-Learning-Angebots im Mittelpunkt, um einer grösseren Zielgruppe Zugang zu einer Grundausbildung zu ermöglichen und eine gewisse Kontinuität beim Wechsel der Apothekerinnen und Apotheker von PSF Schweiz sicherzustellen.

Schliesslich führte die Gesundheitskrise zu einem starken Anstieg der Kosten für Medikamente und medizinische Ausrüstung – der Preis für chirurgische Handschuhe hat sich beispielsweise vervierfacht! PSF Schweiz hat daher ihre finanzielle Unterstützung für den Kauf dieser Produkte erhöht.

 

Fortbildung im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit am Krankenhaus von Lugala. Tansania, 2014. © PSF Schweiz